Seit 2019 verdiene ich bereits etwas Geld durch Nischenwebseiten und meine Blogs. Dies ist bisher ein nettes Taschengeld gewesen aber der Wunsch online mehr Geld zu verdienen und zu wachsen blieb. Irgendwie wollte ich einfach noch mehr. Mehr erschaffen!

 

Im April 2020 hatte ich einen Aufruf in einer Facebook Gruppe gestartet, womit sich online Geld verdienen lässt. Ein paar Tage später erklärte mir Rea Samek was eine virtuelle Assistentin ist. Als ich anschließend ihre Liste las, was eine VA alles anbieten kann, dachte ich immer nur „Das kann ich nicht“ oder „das will ich nicht anbieten“. Nö, dass ich mal virtuelle Assistentin werde hätte ich zu diesem Zeitpunkt nie gedacht!

 

Also war damit das Thema virtuelle Assistenz erstmal vergraben.

 

Genau 8 Monate später wurde ich dann doch eine VA. Wie es dazu kam, verrate ich dir nun in meinem Beitrag.

 

 

Der Zufall

 

Durch meinen Blog habe ich ein kleines Beratungsbusiness aufgebaut. Ich berate Mütter zu den Themen Elterngeld & Elternzeit. Eines Tages erzählte mir eine Mama, dass sie selbstständig ist als virtuelle Assistentin. Ich war total neugierig und fragte sie über ihren Job aus. Das Gespräch vergesse ich nie, denn unsere vereinbarte Beratungszeit überschritt ich um eine ganze extra Stunde. Nunja.. sie erhielt auch viele gute Tipps von mir zu ihrem Anliegen.

 

Gleichzeitig vielen mir alte Rechnungen für die Steuererklärung in die Hände. Als ich 2019 mit meinen Webseiten startete, hatte ich mir das ein oder andere Mal Hilfe von einer Freelancerin geholt. Sie hat mir meine Webseiten optimiert und einen Stundenlohn von 75€ bekommen.  Für „Impressum einpflegen, Child Theme Erstellung und Anlage einer Schlagwörter-Wolke habe ich tatsächlich so viel Geld bezahlt.

Alles Dinge, die ich heute selber ohne Probleme in Webseiten einbauen kann.  Denn meine erste Elternzeit mit meinem ersten Kind hatte ich schon genutzt, um mich weiterzubilden rund um Webseiten Aufbau.

 

„Wahnsinn, das ist ja einfach verdientes Geld“ dachte ich damals im Dezember 2020.

Ich glaube ich versuche es einfach mal, meine Fähigkeiten rund um das digitale Arbeiten anzubieten.

 

Da ich noch 2 Monate zuvor eine Weiterbildung zur IHK zertifizierten Online-Marketing Managerin gemacht habe, dachte ich

„ Jo- Facebook und Google Ads sowie ein bischen SEO. Das soll mein Angebot werden. Das kann ich“

 

Kunden Suche – die Erste

 

In einer Jobgruppe postete ich dann die Anzeige. Und es kamen keine Kunden. Ha ha , natürlich nicht. Die Anzeige war aber auch plump und unbedacht dahin geschrieben. Ich dachte, das muss doch ganz einfach gehen. Bin doch super ausgebildet.

 

Meine Ratlosigkeit fiel dann Monika Wittor auf. Sie schickte mir eine Voice, dass ich so kein vernünftiges Business aufgebaut bekomme. Zu den hilfreichsten Tipps zählte ein kostenpflichtiger Workshop. Dass dies der hilfreichste Tipp war, habe ich im Nachhinein festgestellt als ich den Workshop besucht hatte.

Grundsätzlich war ich nämlich so gar nicht bereit auch noch Geld ausgeben zu müssen, um Geld zu verdienen. Aber manchmal ist das halt so. Und meine investierten 50€ netto hatten sich am Ende mehr als gelohnt. Heute ist der Raketenstart Workshop deutlich teurer. Aber lohnt sich immer noch.

Bei Janaina von Moos lernte ich innerhalb von wenigen Tagen wie ich mich positioniere, wie ich ein ansprechendes Portfolio aufsetze und wie ich mich bewerbe.

Damals war mein Mann im Krankenhaus wegen eines Kreuzbandrisses und ich war den ganzen Tag allein mit meinen zwei Kids. Jeden Abend sobald, das Letzte Kind das Äuglein zu machte und ins Lummerland ging huschte ich zum PC um die Aufnahme des aktuellen Themas von 18Uhr anzusehen. Ein Hoch auf Digitalisierung! Einen Vor-Ort Workshop hätte ich niemals ohne Kinderbetreuung wahrnehmen können. Zudem mein Sohn noch Baby war und eh nur bei Mama sein wollte.

 

Am Ende war ich in der Theorie super vorbereitet. Jedoch blieb die Frage : Und wo finde ich einen Kunden? Was ist meine Zielgruppe? Und kann ich das alles eigentlich?

 

Ja ich zweifelte an mir. Etwas Sorge blieb, ob ich denn wirlich gute Arbeit für potentielle Kunden liefern könnte.

 

Praktikum

 

Um mehr Sicherheit zu bekommen suchte ich mir als einen Praltikumsplatz und fand ihn bei Melanie. Melanie ist seit 2016 virtuelle Assistentin und erwartet jetzt in diesen Tagen ( Mai 2021) ihr erstes Baby. Melanie und ich fanden uns beide auf Anhieb sympathisch und arbeiteten anschließend 9 Wochen zusammen.

Ich lernte bei Melanie so so viel und sie pushte mich ungemein.

Am Ende hatte ich Podcast Schnitt, Udemy Kurse, Pinterest Management und Eventbrite Kursanlage drauf. Sie zeigte mir wertvolle Tools und jeden Montag trafen wir uns und tauschten uns über die letzte Woche aus.

 

Mein erster Kunde

 

Im Haifischbecken der Facebook Jobgruppen fischte ich 3 Wochen nach dem Raketenstartworkshop meinen ersten Kunden raus. Ultra stolz war ich und freute mich wie eine Schneekönigin. Alex suchte jemanden für eine Recherche Arbeit. Ich arbeitete 2 Monate mit ihm und er war ein super netter Kunde. Natürlich setzte ich meinen Preis viel zu niedrig an.

Auf der einen Seite sagen viele „Starte unperfekt“ „Komm ins Tun“ – das tat ich. Aber ich glaube, dass ich den Job nur bekam, weil ich einen utopisch niedrigen Preis ansetzte. Nur so hatte ich aber die Chance recht schnell ins Tun zu kommen.

 

Zeitgleich bekam ich immer mehr Kunden. Ich arbeitete für 30€/h an WordPress Webseiten. Merke: 2 Jahre zuvor zahlte ich selber 75€ /h damit mir jemand half.

 

Mein Denkfehler war: Nur wenn ich billig bin bekomme ich Kunden.

 

 

Auf Dauer frustrierte mich das. Niedriger Stundenlohn und diese Facebook Jobs wo sich eh alle unterbieten und auch nicht unbedingt immer meine Lieblingskunden dabei waren. Zudem kostete Kundenakquise eine Menge Zeit. Unbezahlte Zeit und mit zwei Kinder, die den ganzen Tag Zuhause betreut wurden hatte ich nicht viel Zeit. Maximal 2-3 Stunden am Tag.

Mindset & Sichtbarkeit

Wiedereinmal tauschte ich mich mit Monika Wittor aus. Sie riet mir an meinem Mindset zu arbeiten und mich überhaupt mal zu zeigen. Denn bisher schlich ich in der Online Welt rum wie ein scheues Reh, dass sich nicht zeigen will.

Also baute ich erst mal meine Webseite, Facebook Business Seite und startete mit LinkedIn. Außerdem erzählte ich jedem, der mir über den Weg lief was ich tue.

Bis heute ernte ich aus meiner Offline Welt immer diese Fragezeichen ”

Äh was du machst habe ich nicht verstanden, aber ich finde es beeindruckend, wie du das schaffst neben den beiden Kindern.”

Meine Preise passte ich den marktüblichen Preisen an, weil ich gute Arbeit leiste und es mir wert bin.

Nachdem meine Einstellung sich änderte und ich in die Sichtbarkeit ging, kamen auch meine Kunden. Ich vernetzte mich intensiv mit anderen virtuellen Assistentin, gründete eine Mastermind, gab Interviews in Podcasts und schrieb Gastbeiträge. Unglaublich viel Power steckte ich in den Business Aufbau. Aus einem kleinen Auftrag wurde ein großer. Glücklicherweise entwickelte ich schnell ein Auge für effektives Upselling.  Ich hatte einfach richtig Bock auf diese Arbeit.

Viele Kundinnen kamen anschließend von LinkedIn und aus der Offline Welt. Nach 4 Monaten war ich ausgebucht.

Mittlerweile werde ich immer öfters weiterempfohlen. Es ist unglaublich 🙂

 

 

That’s it

Danke an Nadine Kelm, Monika Wittor, Melanie Rieken und Christina Karasek, die mir die hilfreichsten Tipps für meinen Start gaben.

 

Hast du Fragen rund um den Start als virtuelle Assistentin? Dann schreib mir gerne eine Email oder vernetze dich mit mir auf Linkedin